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Ich will zu Gott rufen, und der HERR wird mir helfen.
Psalm 55,17
 
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Ute Klatt wurde von unserer Gemeinde als Missionarin nach Berega in Tansania ausgesandt.

Sie leitet ein Waisenheim für Neugeborene, die ihre Mutter bei der Geburt verloren haben. Da diese Babys ohne Mutter nicht überleben können, werden sie in die Obhut des Heimes gebracht, das in direkter Anbindung zum Krankenhaus liegt. Die Kinder werden also aufgepäppelt, gepflegt und betreut, bis sie nach ca. 2-3 Jahren zu ihren Familien-angehörigen zurückkehren. Oft helfen große Geschwister oder Angehörige schon im Heim bei der Pflege, dadurch fällt der Abschied aus dem Heim ins "wirkliche Leben" leichter.

Wer diesem Link folgt:
http://www.nytimes.com/2009/06/25/world/africa/25orphan.html?emc=eta1http://www.nytimes.com/2009/06/25/world/africa/25orphan.html?emc=eta1

der kann einen Artikel lesen, der von einer Journalistin  der New York Times geschrieben wurde, die Berega besucht und einen informativen ausführlichen Artikel über die Arbeit dort von Ute geschrieben hat.Ute verschickt regelmäßig einen Newsletter, um uns über die neuesten Entwicklungen zu informieren.
Hier ein Auszug aus dem letzten von Dezember 2008:

"Wer dieses Kind in meinem Namen aufnimmt, nimmt mich auf." Lukas 9, 48

In den vergangenen zehn Jahren Waisenheimatarbeit durfte ich vielen Neugeborenen Babys für zwei oder drei Jahre ein Zuhause geben und ihnen ermöglichen, in ihre Ursprungsfamilie wieder eingegliedert zu werden. Zu Beginn des neuen Jahres werde ich eine neue Herausforderung annehmen, denn der oben stehende Bibelvers hat für mich neu Bedeutung erhalten, nachdem Willy, Stella, Theo und Ida (die Vierlinge) im Mai Vollwaisen geworden sind.

Mitte Mai 2006 waren die Vier, als Frühchen am dritten bzw. vierten Lebenstag zu uns ins Heim gekommen. Zwei Wochen wurden sie mit einer Magensonde ernährt. Im Gegensatz zu unseren bisherigen Erfahrungen, war der Vater in besonderer Weise bereit, bereits von Anfang an sich um die Kleinen zu kümmern und mit ihnen Zeit zu verbringen. Als Grundschullehrer bat er um Versetzung. Im Januar 2007 begann er mit seiner Arbeit in unserer Dorfschule. Was für eine besondere Geschichte, ein Vater, der mehrmals die Woche zu  uns in Heim kam, um mit seinen Vierlingen zu spielen! Am zweiten Geburtstag der Kinder verstarb er an den schweren Verletzungen eines Busunfalls. Er hinterlässt insgesamt zehn Kinder! Damit ist auch eine afrikanische Familie völlig überfordert.
Im Gebet und in Gesprächen mit Freunden in Tansania und Deutschland ist meine Entscheidung, die Kinder in mein Haus aufzunehmen, bestärkt worden. wichtig war mir bei der Entscheidung, dass nach diesen tragischen Verlusten die Vier zusammen aufwachsen können. Die Arbeit im Heim wird eine neue Herausforderung mit den vier Kindern, doch mit meinen Mitarbeitern habe ich ein gutes Team, durch das ich volle Unterstützung bekomme.

Im vergangenen Jahr war ich die einzige Mzungu (Weiße) in Berega. Meine langjährigen Freunde sind ja im Frühjahr 2007 nach Kenia gezogen, um dort am Internat zu arbeiten. Leider haben wir im Missionskrankenhaus keine Nachfolger bekommen. Der Austausch mit den Mitmissionaren fehlt mir im Dorf, so versuche ich, zwei Mal im Monat in die Stadt zu fahren und neben den notwendigen Einkäufen auch Freunde zu treffen, an dem internationalen Hauskreis teilzunehmen oder mit meinen englischen Mitmissionaren Zeit zum Austausch von Erfahrungen zu haben.

Vielen Dank für all Eure Gebete und finanzielle Gaben!

Es grüßt Euch Ute

Wer in den Mailverteiler aufgenommen werden möchte, kann sich bei Ute direkt melden: ute-klatt(at)gmx.de